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18. Juni 2011 Wohnungsnot im Landkreis Lichtenfels? - Gespräch mit Maklern, Immobilieneigentümern und der Bauinnung

Immer wieder werde ich im Zuge meiner politischen Arbeit aber auch im Rahmen meiner jüngsten Ideen-Kampagne auf die Frage angesprochen, wie man zusätzliche Einwohner in den Landkreis Lichtenfels locken kann. Dabei wird – gerade bei wohnungssuchenden jungen Menschen – immer wieder bemängelt, dass  im Landkreis Lichtenfels keine geeigneten Immobilien oder Wohnungen vorhanden seien, um sich hier niederzulassen. Das ganze wurde bestärkt durch einen Artikel in der Lokalpresse aus jüngster Zeit, der mit der Überschrift „Wohnungsnot in Lichtenfels?“ aufgemacht war. Ich wollte mir über die tatsächliche Situation Gewissheit verschaffen und habe daher die im Landkreis Lichtenfels ansässigen Immobilienmakler, den Eigenheimverband, den Mieterbund und die Bauinnung auf diese Tatsache angesprochen und um ein Gespräch gebeten, das inzwischen stattgefunden hat. Bei sehr guter Resonanz wurde über die tatsächliche Situation im Landkreis Lichtenfels mit interessanten Ergebnissen diskutiert. Zunächst muss die Frage, ob Zuzug aus den Bereichen Bamberg, Forchheim oder Erlangen erreicht werden kann, dahingehend bewertet werden, dass es hier bei meinen Gesprächsteilnehmern unterschiedliche Auffassungen gibt. Allerdings kommt es ja auch darauf an, junge Familien aus dem Landkreis hier zu halten und in diesem Zusammenhang hat sich gezeigt, dass größere Wohnungen (ab 4 Zimmern) im Landkreis Lichtenfels wohl Mangelware sind. Das hängt auch damit zusammen, dass es für reine Investoren uninteressant ist,  Mietwohnungen in dieser Größe zu bauen, da die Rendite nicht allzu hoch ist. Ursache hierfür sind auch die relativ niedrigen Quadratmeterpreise, die sich für Mietwohnungen im Landkreis Lichtenfels erzielen lassen. Diese liegen wohl bei durchschnittlich fünf Euro und maximal zwischen sechs und sieben Euro im Neubaubereich. Gerade aber solche Wohnungen werden von jungen aufstrebenden Familien gesucht und hier hat der Landkreis Lichtenfels, wie ich dem Gespräch entnommen habe, ein Defizit, über das man vertieft nachdenken muss. Auch der „Gebrauchtmarkt“, etwa für Einfamilienhäuser zu Mietzwecken,  ist nicht übermäßig bestückt. Dem gegenüber wird das Angebot an Bauland für private Bauwillige als insgesamt günstig eingeschätzt, wobei jedoch ein klares Defizit im Kernstadtbereich liegt. Die an der Gesprächsrunde Beteiligten haben hier unisono ausgeführt, dass es wünschenswert wäre, vermehrt Bauland auszuweisen, um die durchaus vorhandene Nachfrage zu befriedigen. Insofern sehe ich einige Schwerpunkte, denen ich mich auch für den Fall meiner Wahl zum Landrat sehr gerne widmen würde. Ich habe im Verlauf des Gespräches auch meine Idee eines gemeinsamen Portals des Landkreises für gewerbliche und private Grundstücke – an dem sich evtl. auch Makler beteiligen könnten – angesprochen und bin gespannt auf die Reaktionen in der nächsten Zeit.

Obermain-Tagblatt:

Immobilien häufig nur noch eine Belastung(02.06.11, PDF)


Ein großer Bedarf an privatem Bauland für private Baubewerber besteht im Kernstadtbereich der Kreisstadt Lichtenfels

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